
Die Wissenschaft im Griff haben: Wie unsere Quecksilber-UV-Lampen tatsächlich funktionieren
Wenn wir unsere Quecksilber-UV-Lampen herstellen, versuchen wir nicht einfach nur, „helles Licht“ zu erzeugen. So funktioniert das nämlich nicht. Im Labor suchen wir nach ganz bestimmten Wellenlängenbereichen. Warum? Weil die Harze, die in den industriellen Beschichtungen verwendet werden, sehr anspruchsvoll sind. Sie reagieren nur auf bestimmte Wellenlängen, damit der Härtungsprozess in Gang gesetzt werden kann.
Das Geheimnis im Inneren der Lampe
Wir nehmen Quecksilberdampf und verschließen ihn in einer hochreinen Quarzkapsel. Wenn wir nun eine geeignete Spannung anwenden, entsteht eine Plasmabildung. Dadurch entstehen einige wichtige Wellenlängen – hauptsächlich bei 254 nm, 313 nm und 365 nm. Wir wählen diese Werte nicht zufällig aus – sie entsprechen genau den Wellenlängen der Photoinitiatoren in den Harzen. Wenn diese Wellenlänge auch nur leicht abweicht, haben wir Probleme: Die Härtung findet nicht richtig statt. Das Ergebnis ist eine Oberfläche, die sich klebrig anfühlt – oder schlimmer noch: Ein Produkt, dessen Unterseite kaum gehärtet ist. Niemand möchte damit umgehen müssen.
Warum Quarz wichtig ist – und das Problem mit der Hitze
Man fragt sich vielleicht, warum wir für die Lampen geschmolzenen Quarz verwenden. Ganz einfach: Normales Glas blockiert das UV-C- und UV-B-Licht. Es hindert die Energie daran, durchzudringen. Geschmolzener Quarz lässt diese kurzwelligen Energien ungehindert durchdringen. Doch dabei entsteht viel Wärme. Die Kapseln müssen daher belastbar sein. Achten Sie darauf, dass Ihre Kühlventilatoren ordentlich funktionieren. Wenn die Lampe überhitzt, ändert sich die Wellenlänge des Lichts – und die Lampe geht viel früher kaputt als eigentlich nötig.
Alles zusammenbringen
Um das Beste aus diesen Lampen herauszuholen, brauchen Sie eine zuverlässige Stromversorgung. Wenn die Spannung schwankt, flackert das Licht und die spektrale Ausbeute wird instabil. Wir kümmern uns auch intensiv um die Chemie der Elektroden, damit diese nicht vorzeitig zerstört werden. Denken Sie daran: Es gibt keine „Universallösung“ für alle Lampen. Eine Lampe, die dazu dient, etwas tief im Material zu härten, unterscheidet sich stark von einer Lampe, die nur für eine schnelle Oberflächenhärtung geeignet ist. Sie müssen die Lampe entsprechend Ihrem speziellen Lack oder Ihrer Beschichtung auswählen. Wenn die Wellenlänge nicht stimmt, wird die Energie nicht genutzt – sie wird stattdessen zu unnötiger Wärme.