
Auf dem Boden spielen die Schwankungen der Spannung keine Rolle – sie beeinflussen weder den Zeitplan für die Herstellung der Leiterplatten noch deren Funktionalität. Jeglicher Spannungsabfall oder -anstieg kann dazu führen, dass der Lichtbogen in der UV-Lampe instabil wird. Dadurch verschlechtert sich auch die spektrale Ausstrahlung der Lampe. Klebstoffe härten nicht richtig ab, die Lötmasken bleiben klebrig – dadurch muss die Produktion angehalten werden, um nachbessern zu können. Wir haben unsere UV-Lampe so konzipiert, dass sie solche Schwankungen übersteht und eine konstante Härteenergie liefert.
Was technisch wichtig ist: Der Kern der Lampe besteht aus einer Hochdruck-Quecksilberdampflampe, die mit einem geschlossenen Regelkreis verbunden ist, der die Spannung anpasst. Dadurch bleibt die Leistung der Lampe bei Schwankungen der Netzspannung von bis zu ±15 % innerhalb von ±1,5 %. Die maximale Strahlungsintensität bei 365 nm beträgt 12 W/cm². Zudem bleibt das Spektrum bei 365/385/405 nm konstant – dadurch können Photoinitiatoren in Klebstoffen und Tinten bei jeder Anwendung gleichmäßig wirken. Reflektoren nutzen dichroische Beschichtungen, um die Belastung der Komponenten durch Infrarotstrahlung zu verringern und gleichzeitig die UV-Energie zu konzentrieren. Ozonfreies Quarz sorgt dafür, dass die Arbeitsfläche sauber bleibt und empfindliche Substrate geschützt werden. Die Lebensdauer der Lampe beträgt mehr als 5.000 Stunden, wobei der Ausgangsstrom um weniger als 5 % abnimmt – dies wird mittels eines Spektralradiometers gemessen.
Bei der Herstellung von Elektronikkomponenten sind strenge Prozessvorgaben erforderlich. Mit dieser Lampe kann man eine gleichmäßige Härte der Oberflächen erreichen, ohne dass die BGA-Komponenten überhitzt oder flexible Substrate verformt werden. Der Regelkreis verhindert, dass der Lichtbogen während von Spannungsfluktuationen zusammenbricht – dadurch kann man bei einer konstanten Dosis von 800–1200 mJ/cm² arbeiten. Dadurch gibt es weniger Ausschuss, eine stabile Produktionsgeschwindigkeit sowie weniger Nacharbeiten. Der Energieverbrauch sinkt, da das System wiederholte Aussetzer und Überschreitungen der gewünschten Werte vermeidet.
Praktische Hinweise: Für die Installation benötigt man eine eigene, abgeschirmte Stromversorgung sowie eine ordentliche Erdung. Die Regelungselektronik ist empfindlich gegenüber Störsignalen von nahegelegenen Servomotoren und RF-Quellen. Prüfen Sie außerdem die Kompatibilität der Anschlüsse mit Ihrer Aushärtungsstation sowie die Passform der Reflektoren – ungeeignete Reflektoren führen zu Energieverschwendung und ungleichmäßiger Härte der Oberflächen. Planen Sie die Umrüstungen der Anlage entsprechend ein – nicht gegen die Eigenschaften der Lampe.