
Bei einem Flexodruckgerät ist ein Etikett mit ungleichmäßigen Kanten oder Farbverläufen nicht nur unschön – es handelt sich dabei auch um Ausschussmaterial, das erneut bearbeitet werden muss. Oft ist die UV-Quelle der Schwachpunkt: Wenn die Leistung der Lampe nachlässt oder das Spektrum abweicht, wird die Oberfläche der Tinte hart, während die Unterseite weiterhin klebrig bleibt. Dadurch entstehen Halos und Unregelmäßigkeiten in der Darstellung. Wir haben daher ein hochstabiles UV-Lammsystem entwickelt, um dieses Problem zu beseitigen.
Was wirklich die Härtungseigenschaften der Tinte bestimmt
Es geht um das Spektrum der ausgestrahlten Strahlung sowie die Energielieferung – und nicht nur um die Leistung in Watt. Unsere Drucklampen mit mittlerem Quecksilberdampfdruck liefern ein stabiles, wiederholbares Spektrum mit einem Schwerpunkt bei 365 nm. Zudem gibt es eine konstante Leistung bei 313 nm und 436 nm – damit passt die Strahlung zur Absorption durch den Photoinitiator in der Tintenschicht. Die maximale Strahlungsintensität auf der Substratoberfläche beträgt 1200 mW/cm². Wir halten die UV-Leistung über 3000 Stunden hinweg bei mindestens 85 %. Ein dreifarbiger Reflexor sorgt dafür, dass das Spektrum konstant bleibt und die Energie direkt auf das zu bedruckende Material gerichtet wird – so wird keine überschüssige Wärme an den Druckzylinder abgegeben.
Beim Etikettenflexodruck werden dünne Schichten verwendet, feine Siebe sowie eine präzise Ausrichtung der Motive – oft bei hoher Geschwindigkeit. Eine stabile Lampenleistung sorgt dafür, dass die Vernetzung der Tinte von der ersten bis zur letzten Druckpassung gleichbleibend ist. Dadurch entstehen keine Unregelmäßigkeiten durch unvollständige Härtung der Tinte. Das Ergebnis sind klare Punkte, sauberer Text auf der Rückseite des Etiketts sowie eine konstante Farbdichte über die gesamte Länge des Etiketts. So kann die Druckgeschwindigkeit erhöht werden, ohne ständig auf die Härtungseigenschaften der Tinte achten zu müssen. Zudem wird der Verbrauch an Lösungsmitteln sowie das Austreten von Gasen verringert, was dazu führt, dass die Tinte nicht wieder weich wird. Außerdem wird Energie eingespart, da der Reflexor und die Steuerung der Lichtquelle dafür sorgen, dass das UV-Licht genau dort ankommt, wo es benötigt wird.
Was man unbedingt berücksichtigen muss:
Längen der Lampen, Abstand zwischen den Elektrodengleichen sowie die Geometrie des Reflektors müssen zur jeweiligen Druckmaschine passen – es gibt keine Abkürzungen. Die Stabilität der Leistung hängt davon ab, dass die Temperatur der Lampe konstant bleibt. Deshalb müssen Luftstrom und Kühlung gemäß den Angaben des Herstellers eingestellt werden. Fügen Sie außerdem einen Radiometer hinzu, um die UV-Strahlung und die Leistung der Lampen im Laufe der Zeit zu überwachen. Ersetzen Sie die Lampen aufgrund der gemessenen Werte – und nicht aufgrund des Kalenderdatums. Vergessen Sie auch nicht die Handhabung von Ozon: Unser ozonfreies System ist Standard – doch der Abgasweg muss trotzdem richtig geplant sein, damit keine Wärme zurückgeführt wird.