Bessere Technologien für die Mundhygiene Wir beobachten eine große Veränderung in der Art und Weise, wie Menschen ihre Mundhygiene betreuen. Anstelle ständiger Besuche beim Zahnarzt soll die Therapie nun zu Hause durchgeführt werden. Dabei geht es im Grunde um zwei Dinge: Das Einsatz von Licht zur Beruhigung entzündeter Zähne sowie das Einsatz von Infrarotwärme, um Schmerzen zu lindern. Aber Achtung – man kann nicht einfach ein paar LED-Lampen in eine Kunststoffhalterung stecken und davon ausgehen, dass es sich dabei um ein medizinisches Gerät handelt. Die Wissenschaft hinter dem „richtigen“ Licht Damit das Gerät tatsächlich funktioniert, ist Präzision entscheidend. Wir strahlen nicht einfach nur Licht auf die Zähne – vielmehr konzentrieren wir uns auf sehr spezifische Wellenlängen. Für die Behandlung der oberflächlichen Bereiche verwenden wir 660 nm, während für die Behandlung tieferer Schichten 850 nm verwendet wird. Um das Licht stabil zu halten, nutzen wir Galliumarsenid-Semikontroller. Warum? Denn wenn die Wellenlänge auch nur geringfügig abweicht, hören die Zellen im Mund auf, Energie aufzunehmen. In diesem Fall hat man kein medizinisches Gerät mehr – sondern nur noch eine einfache Taschenlampe. Das Problem mit der Wärme Es ist schwierig, all diese Energie in ein kleines Gerät unterzubringen. Wenn mehr Strom in das Gerät geleitet wird, wird es schnell sehr heiß. Wenn man nicht vorsichtig ist, kann das empfindliche Gewebe im Mund beschädigt werden – außerdem können die LED-Lampen viel zu früh kaputtgehen. Um dieses Problem zu lösen, umhüllen wir alles mit medizinischem Silikon, damit die Wärme vom Benutzer ferngehält wird. Doch der eigentliche Schlüssel liegt darin, wie wir die Energie zuführen. Anstatt eines kontinuierlichen Stromflusses nutzen wir pulsierenden Strom. Dadurch bleibt die Temperatur niedrig, während gleichzeitig die nötige Leistung zur Heilung des Gewebes bereitgestellt wird. Klein und wasserdicht machen Bei den Modellen des Jahres 2026 wird alles immer kleiner. Wir arbeiten an „System-on-Chip“-Controllern, die für die Steuerung sorgen. Alles wird durch kleine Li-Po-Batterien sowie einen USB-C-Anschluss betrieben. Doch das größte Problem ist die Speichelbildung. Der Mund ist eine feuchte und aggressive Umgebung. Aufgrund des Speichels sowie der Reinigungsmittel leiden diese Geräte stark. Deshalb streben wir nach einer Wasserdichtigkeit von mindestens IP67. Wenn eine der Abdichtungen versagt, gelangt Feuchtigkeit zum Leiterboard – und das Gerät funktioniert nicht mehr. Es handelt sich dabei um einen ständigen Kampf zwischen der Notwendigkeit, ein leistungsstarkes Gerät zu schaffen, dessen Temperatur niedrig gehalten werden muss – und der Notwendigkeit, sicherzustellen, dass das Gerät nicht sofort kaputtgeht, sobald es mit Wasser in Kontakt kommt.