
Die Wahrheit über Hochdruck-Quecksilber-UV-Lampen in der Textilindustrie
Wenn Sie sich jemals gefragt haben, warum ein bedrucktes T-Shirt auch nach zwanzig Waschvorgängen noch farbintensiv bleibt, liegt das Geheimnis meist im UV-Härtungsprozess. Dabei werden Tinten und Beschichtungen mit ausreichend UVC- und UVB-Strahlung behandelt, sodass alles sofort fest haftet.
Man findet diese Lampen überall – von der ersten Druckvorgang bis hin zu den finalen Bearbeitungen.
Warum der „Hochdruck“-Aspekt wichtig ist
Man kann diese Lampen als die Leistungsträger der UV-Technologie betrachten. Sie bringen Quecksilberdampf in einen Quarztube unter Druck, wodurch eine starke Energieentfaltung entsteht.
Warum ist das wichtig? Weil Textilien Licht aufnehmen. Wenn man schwache Lampen verwendet, bleibt die Tinte einfach an Ort und Stelle. Mit Hochdrucklampen hingegen wird die Tinte vollständig gehärtet. Das bedeutet, dass man die Geschwindigkeit des Transportbands erhöhen kann, ohne dass die Tinte noch feucht bleibt. Es geht also sehr schnell – und das verändert alles für die tägliche Produktion.
Der Nachteil: Wärme
Das Problem ist: All diese Energie erzeugt viel Wärme. Ein großer Teil der elektrischen Energie wird in Infrarotstrahlung umgewandelt. Wenn man einfach eine leistungsstarke Lampe verwendet, ohne darauf zu achten, kann das zu Problemen führen – entweder verbrennt das Material oder die Lampe selbst.
Bevor man die Lampe einschaltet, sollte man darauf achten, ob die Kühlung ausreicht. Die Lüftungsanlagen müssen in der Lage sein, die Menge an heißer Luft zu bewältigen, die die Lampen abgeben. Es handelt sich dabei um eine einfache Berechnung – doch sie zu ignorieren, bedeutet, kostbares Material zu ruinieren.
Wie sie in Ihrer Fertigung eingesetzt werden
Je nachdem, was Sie herstellen, werden diese Lampen wahrscheinlich auf eine der folgenden Weisen eingesetzt:
*Tunnelverfahren: Geeignet für große Stoffrollen, die einfach durch den Tunnel geschickt und dort gehärtet werden müssen.
*Punkthärtung: Verwendet wird dieses Verfahren, wenn man bestimmte Details oder kleine Logos bearbeiten möchte, ohne das gesamte Kleidungsstück zu erhitzen.
*In-line-Verfahren: Dabei werden die Lampen direkt in den Druckkopf integriert, sodass die Tinte bereits im Moment des Auftragens gehärtet wird.
Egal ob es darum geht, eine Jacke wasserdicht zu machen oder Flammschutzmittel hinzuzufügen – das UV-Licht sorgt dafür, dass die Polymere mit den Fasern verbunden bleiben.
Wenn es Zeit ist, eine Lampe auszutauschen, ist das eigentlich ein recht einfacher Vorgang. Nur eines sollte man beachten: Die Spannung und Länge der Lampen müssen perfekt übereinstimmen. Andernfalls kann die Lampe beschädigt werden – und das führt zu großen Problemen.