
Die richtige UV-Energie einstellen: Die Herausforderung von 0,5 %
Die meisten Quecksilber-UV-Lampen weisen ein Problem auf: „heiße Punkte“. Sie haben das sicher schon bemerkt – in einigen Bereichen der Lampe wird zu viel Energie abgegeben, während andere Bereiche gar keine Energie abgeben.
Eine Leistungsdichte von 120 W/cm klingt auf dem Datenblatt zwar beeindruckend, doch sie ist eigentlich nutzlos, wenn die Energie überallhin verteilt wird. Deshalb haben wir in unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit alles darangesetzt, die Spektralenergiekonzentration auf 0,5 % zu reduzieren.
Das Gleichgewicht bei 120 W/cm
Es ist schwierig, diese Leistung zu erreichen, ohne dass die Elektroden beschädigt werden. Wir müssen den Quecksilberdampfdruck sowie die Dicke der Quarzwände genau richtig einstellen. Ist die Quarzwand zu dünn, geht die Lampe unter der Hitze kaputt. Ist sie zu dick, werden die UV-Strahlen blockiert. Wir haben viel Zeit damit verbracht, den perfekten Ausgleich zu finden, damit der Plasmabogen vom einen Ende des Rohrs bis zum anderen stabil bleibt.
Abschaffung der „heißen Punkte“
Die meisten Lampen auf dem Markt weisen eine Schwankung von 3 % bis 5 % auf. Im echten Einsatz bedeutet das, dass die Aushärtung ungleichmäßig erfolgt. Einige Bereiche sind vollständig ausgehärtet, während andere weiterhin klebrig bleiben. Das ist ein Albtraum für die Qualitätskontrolle.
Um dieses Problem zu lösen, sind wir wieder zu den Grundprinzipien zurückgekehrt. Wir haben die Geometrie der Elektroden angepasst und verwendet einen reineren Quecksilbergehalt. Zudem haben wir die Toleranzen bezüglich des Glasdurchmessers auf wenige Mikrometer reduziert. Das klingt nach Übermaß, aber es ist die einzige Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass der Plasmabogen perfekt zentriert bleibt.
Die Realität vor Ort
Aber es gibt ein Problem: Eine hohe Leistungsdichte erzeugt eine enorme Menge an Wärme. Man kann eine Lampe mit 120 W/cm nicht einfach in eine billige, alte Leuchte einbauen und darauf hoffen, dass alles funktioniert. Das Kühlsystem muss in der Lage sein, die Wärme effektiv vom Quarz wegzuleiten. Wenn die Luftzirkulation schwach ist, überhitzt die Lampe. Sobald das passiert, ändert sich die Spektralstrahlung – und die 0,5-%-Genauigkeit, für die wir so hart gearbeitet haben, verschwindet.
Wir haben diese Lampen für Ingenieure entwickelt, die sich keinen Fehlbetrag von 2 % leisten können. So erhalten Sie eine konstante Strahlung – ohne tote Zonen und ohne Überraschungen. Einfach eine Lampe, die genau das tut, wofür sie gemacht wurde.