
15 Jahre des Ausprobierens und Fehlersuchens: Wie wir unser UV-Härtungssystem tatsächlich entwickelt haben
Lange Zeit haben wir einfach nur die Produkte anderer Hersteller unter unserem eigenen Namen verkauft. Doch nach 15 Jahren wurde uns klar: Die meisten UV-Lampen auf dem Markt sind nicht für die Bedingungen in einer echten Fabrik geeignet. Sie können die Hitze sowie die unregelmäßigen Stromspitzen in der Fabrik nicht vertragen – daher versagen sie.
Wir hatten genug davon, das immer wieder mitzuerleben. Deshalb beschlossen wir, unser eigenes System zu entwickeln.
Warum wir auf ein modulares System setzten
Die meisten Systeme sind steif konstruiert. Wenn man mehr Leistung benötigt, muss man in der Regel die gesamte Förderanlage abbauen und von vorn anfangen. Das ist eine Katastrophe.
Wir haben es anders gemacht. Unser System ist im Grunde „Plug-and-Play“. Wenn die Schicht, die gehärtet werden soll, dicker ist oder die Geschwindigkeit der Förderanlage erhöht wird, kann man einfach ein weiteres Modul einsetzen. Wenn die Behandlung zu intensiv ist – was dazu führt, dass die Teile verformt oder brüchig werden – kann man einfach ein Modul entfernen. Es ist einfach.
Umgang mit der Hitze
Für unsere UV-C- und UV-A-Module verwenden wir hochreines Quarzglas – dieses lässt das Licht durch, ohne es aufzunehmen.
Doch die eigentliche Herausforderung ist die Hitze. Hitze zerstört die Lampen. Punkt.
Um zu verhindern, dass die Lampen ausbrennen, haben wir Kühlkanäle direkt in das Gehäuse integriert. Wenn eine Lampe ausfällt oder etwas den Luftstrom blockiert, steigt die Temperatur – dadurch nimmt die Leistung der UV-Lampen ab. Tipp: Halten Sie die Temperatur in Ihrer Werkstatt unter 35 °C. Wenn es darüber hinausgeht, werden die Lampen nicht so lange halten.
Wartung im „echten“ Alltag
Niemand möchte, dass seine gesamte Produktionslinie vier Stunden lang stillsteht, nur weil eine Lampe kaputtgegangen ist. Das ist das Schlimmste, was passieren kann.
Deshalb haben wir die Module so gestaltet, dass sie leicht ausgetauscht werden können. Die Anschlüsse sind so konzipiert, dass sie tausende Male benutzt werden können, ohne zu verschleißen. Ein Modul kann in weniger als fünf Minuten ausgetauscht werden – dann kann man sofort weiterarbeiten.
Ich sage zwar nicht, dass diese Systeme wartungsfrei sind. Quarzröhren verschleißen schließlich auch – das ist einfach Physik. Aber wir nutzen stabile Stromversorgungen, um die Spannung konstant zu halten. Dadurch werden die Elektroden vor Schäden geschützt und die Härtungsprozesse bleiben auf beiden Seiten der Förderanlage gleich.