
Auf dem Boden dort draußen befindet sich eine Hochgeschwindigkeits-Flexodruckpresse, die mit einer Geschwindigkeit von 400 m/min arbeitet. Die Aushärtungseinheit soll Pigmente und Klebstoffe in einer einzigen Bearbeitungsschleife stabilisieren – doch es treten weiterhin Probleme wie Resthaftigkeit, Löcher im Druckbild sowie Übertragung des Tintenmaterials auf das zu bedruckende Material auf. In neun von zehn Fällen liegt das Problem bei der Lampe selbst. Im Laufe der Zeit nimmt die Leistung der Quecksilberdampflampen ab, wodurch der spektrale Peak nicht mehr mit dem Spektrum des Photoinitiators übereinstimmt. Dadurch entstehen Ausfallzeiten durch den Austausch der Lampen sowie höhere Energiekosten, da die Reflektoren ihre Funktionalität verlieren.
Was technisch wichtig ist:
Die Ersatz-Gallium-UV-Lampe ist für industrielle UV-Aushärtungsprozesse konzipiert, bei denen 395 nm die dominierende Wellenlänge ist. Diese Wellenlänge trifft genau auf die gängigen Photoinitiatoren in Flexodruck- und Siebdrucktinten – dadurch wird ein hoher Photonstrom erzeugt, der genau dort wirkt, wo die chemischen Reaktionen stattfinden. Die maximale Strahlungsintensität beträgt 1200 mW/cm², wobei das Spektrum genau kontrolliert wird. So wird Energie effektiv in die Reaktionen investiert, anstatt als Wärme verschwendet zu werden. Ein Dichroreflektor sowie ein ozongefreier Quarzkörper sorgen dafür, dass die nutzbare Leistung hoch bleibt und das Strahlungsmuster über die gesamte Länge des Strahls konstant bleibt. Man kann mit einer Lebensdauer von über 5.000 Stunden rechnen, wobei die Strahlungsintensität am Ende der Lebensdauer nur um weniger als 5 % abnimmt.
Warum es in Ihrer Druckerei funktioniert:
Wenn man die Galliumlampe einsetzt, erhält man das für das System vorgesehene Strahlungsmuster. Die Aushärtungsenergie auf dem Substrat liegt dabei bei 500–800 mJ/cm² – dadurch verschwindet die Resthaftigkeit, und man kann sofort mit der weiteren Verarbeitung fortfahren. Da das Spektrum besser abgestimmt ist, kann man niedrigere Temperaturen verwenden. Dadurch wird eine Dehnung des Materials vermieden und die Farbdichte bleibt konstant. Der Energieverbrauch ist im Vergleich zu Quecksilberlampen geringer, und man muss die Lampen seltener austauschen. Dadurch steigt die Effizienz und die Wartungsaufwände nehmen ab.
Dinge, die man vor dem Austausch wissen sollte:
Bei der Installation muss man darauf achten, dass Abmessungen, Bogenlänge sowie Ausrichtung der Anschlüsse zum Aushärtungsmodul passen. Prüfen Sie außerdem die Kompatibilität des Ballasts sowie die Geometrie des Reflektors – Galliumlampen verhalten sich elektrisch anders als Quecksilberlampen. Ein nicht passender Reflektor kann die Strahlungsintensität stark verringern. Überprüfen Sie außerdem, ob der Photoinitiator in Ihrer Tinte bei 395 nm funktioniert – falls die Tinte auf 365 nm abgestimmt ist, wird eine 395-nm-Lampe nicht ausreichen. Bei der Messung der Aushärtung sollte man einen Radiometer verwenden – nur so kann man genaue Ergebnisse erhalten. Bauchgefühl reicht hier nicht aus.